Author: SaM

Gehen

Berlin-Wedding / Gehen / Literatur / Schreiben

Als die Fertigstellung meiner Dissertation mental anstrengend wurde, habe ich begonnen regelmäßig spazieren zu gehen — alle paar Tage, etwa eine Stunde, zwei Stunden, dann bis zu drei Stunden täglich. Gesegnet ist, wer Zeit dafür hat. Ich hatte, mit längeren Unterbrechungen, nahezu zwei Jahre Gelegenheit dazu! Zuerst führten mich meine Wege – das Nordufer und den Plötzensee hinter mir lassend – durch den bewaldeten Volkspark Rehberge, später auch durch die Westberliner Innenstadt, meist um Bibliotheksgänge […]

Mermaiding

Alltag / Antifeminismus / Berlin-Wedding / Schreiben / Schwimmen

Nach längerer Zeit habe ich das Kombibad Seestraße mal wieder besucht — eine Nord-West-Berliner Institution, die mit zwei 50-Meter-Becken (für Schwimmerinnen wie mich) und wenigen unaufdringlichen Spaßbadelementen (für Kinder) aus dem Wedding, sommers wie winters, nicht wegzudenken ist. Ich habe diesem Schwimmbad viel zu verdanken. Temporäre Denkknoten und Schreibblockaden haben sich unter Wasser aufgelöst bzw. in sinnfällige Textpassagen verwandelt. Der bewegte Körper bewegt den Geist. Dieses Bad ist — bunt und lebendig — ein Spiegelbild […]

Mindset

Pluralismus / Postkolonialismus / Weltganzes / Zitat

[I]m Moment beobachten wir die schwierige Geburt einer neuen Art Gemeinschaft aus der realisierten Totalität aller Gemeinschaften der Welt. Sie wird realisiert in Konflikt, Ausschluß, Massaker, Intoleranz, aber immerhin realisiert, denn heute träumen wir nicht mehr vom Welt-Ganzen, wir stehen mit ihm in Verbindung, wir sind mittendrin.  Was traditionell ein universalisierender und vereinheitlichender Traum des Dichters war, wird für uns zu einem schwierigen Eintauchen in eine Chaos-Welt. […] [Aber] [d]as Chaos ist schön, wenn man […]

Absichtserklärung

Absichtserklärung / Literatur

Konfrontiert mit der Frage: Was nun? oder auch: Was tun? (Wladimir I. Lenin) versuche ich auf diesem Wege meiner (weiblichen) Stimme Gehör zu verschaffen. Nach zehn Jahren akademischer Lehrtätigkeit und Lebenserfahrung beginnt nun — ohne damit brechen zu wollen — etwas Neues; was auch immer es sein wird. Hinter mir liegt ein fünf Jahre währender und leidenschaftlich gelebter Promotionswahnsinn, wovon ich zwei Jahre unter Ausschluss der — auch befreundeten — Öffentlichkeit in einem “Zimmer für […]